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Mein erster Einkaufsbummel in TaipeiDas Lai Lai Hotel liegt ziemlich zentral in Taipei und so beschloss ich, mal die Geschäfte zu inspizieren und einen Supermarkt zu suchen. Ich marschierte also los und prägte mir die Ecken, an welchen ich abbog ein, so gut es ging. In Ermangelung chinesischer Sprachkenntnisse hab ich mir keine Straßennamen gemerkt. Ich schlenderte also durch den Block mit den Fotogeschäften, dann durch den Block mit Kleiderboutiquen und Schuhläden und zu guter Letzt entdeckte ich in einer schmalen Straße einen sogenannten Nachtmarkt. Das sind Märkte, auf denen man fast alles kriegt, angefangen beim gegrillten Fisch über Klamotten bis hin zum Handy. Das Besondere daran sind die Öffnungszeiten. Auf einem Nachtmarkt verkaufen die Budenbesitzer erst ab dem späten Nachmittag, dann aber meist bis Mitternacht. Ich bestaunte die Waren, die es zu kaufen gab und beschloss noch einmal mit Dago her zukommen. Jetzt noch schnell in einen Supermarkt und dann wieder zurück ins Hotel. Wo war doch jetzt gleich der Life-Tower in dessen Untergeschoss sich ein großer Supermarkt befand? Also ganz langsam dachte ich mir, über den Nachtmarkt zurück und dann muss an der Ecke ein Starbuck´s-Café sein. OK, das Starbuck´s hatte ich, nur leider gleich zweimal. Da war auch eine Buchhandlung in der Nähe des Cafe´s, da dann rechts um die Ecke und du bist wieder auf der großen mehrspurigen Hauptstraße. Ich schaute die Straßen entlang, aber ich konnte kein Schild entdecken, auf dem "Buchhandlung" geschrieben stand. Logisch, ich war ja in Asien. Irgendwie finde ich die Buchhandlung schon wieder, dachte ich und suchte und suchte und suchte. Durch die hohen Geschäftshäuser konnte ich natürlich auch den Life-Tower nicht sehen. Und dann stand ich plötzlich vor dem Hauptbahnhof von Taipei. Na toll Sabinchen, dachte ich, wo um alles in der Welt ist jetzt bitte schön das Hotel? Ein Taxifahrer musste her. Gesagt, getan. Der Taxifahrer, dem ich die Visitenkarte des Hotels unter die Nase hob (da steht die Adresse in chinesisch und englisch drauf), fragte mich, ob ich da wirklich hin will. Natürlich entgegnete ich und er grinste. Ich wunderte mich ein wenig. Etwa 5 Minuten später, wusste ich, warum der Taxifahrer grinste. Ich war nämlich nicht mal 2 Kilometer vom Hotel entfernt, als ich in seinen Wagen stieg. Peinlich, peinlich. Aber es kam noch besser. Als Dago abends nach der Arbeit ins Hotel kam, schwärmte ich ihm von dem entdeckten Nachtmarkt vor. Es war gleich beschlossene Sache, dass wir da hin gehen würden. Um diese versteckte kleine Straße zu finden, liefen wir meinen Bummel vom Nachmittag wieder ab. Was soll ich jetzt sagen, ich hab den Nachtmarkt nicht mehr gefunden. Leicht genervt und stocksauer auf mich selbst, musste ich obendrein auch noch erkennen, dass der Hauptbahnhof gegenüber des Life-Towers liegt. Ich beschloss, mir weitere Blamagen zu ersparen und anstelle eines Lippenstiftes in meiner Handtasche führte ich zukünftig einen Stadtplan mit mir. Und ich lernte Straßennamen. Tipp von mir: Große Straßen werden in Taiwan natürlich auch in unserer Schrift dargestellt und nicht nur in chinesischen Zeichen. Seid ihr aber erst mal in einem Einkaufsviertel, werdet ihr nur Ladenschilder mit den einheimischen Schriftzeichen finden. Orientiert euch also an anderen, einmaligen Dingen. Und zur Sicherheit nehmt einen Stadtplan mit. Denn einfach mal nach dem Weg zu fragen, ist nicht. Ein Großteil der Bevölkerung spricht gerade mal so viel Englisch, dass sie eure Frage nicht verstehen und einfach nur ja sagen. |
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