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Der Herzogskasten in Ingolstadt
Der Herzogskasten in Ingolstadt

Der Herzogkasten, das alte Schloß in Ingolstadt


Das alte Schloß, oder Herzogskasten wie es heute heißt, wurde im 13. Jahrhundert von Ludwig II dem Strengen erbaut. Es ist eines der ältesten repräsentativen Gebäude. Das alte Schloß sieht zwar so aus wie ein Kasten, aber die Bezeichnung Kasten leitet sich von seiner Nutzung als Kornspeicher und Stadtkasse in den späteren Jahren ab. Die Kastenform des damaligen Herzogsitzes wird durch die mächtigen Treppengiebel aufgebrochen.

Ludwig II der Strenge, erwarb sich seinen Namen recht unrühmlich. Aus Eifersucht auf einen Nebenbuhler ließ er seine Gemahlin und ihre Zofe hinrichten. Er verlor seine Lebensfreude, nachdem er feststellte, das er beide zu Unrecht köpfen ließ, da es diesen Nebenbuhler gar nicht gab.


Blick vom Stadttheater zum alten Schloß in Ingolstadt
Blick vom Stadttheater zum alten Schloß, dem Herzogskasten, in Ingolstadt

Der Herzogkasten liegt zwischen dem Stadttheater und dem Viktualienmarkt. Auf dem Platz unterhalb des Herzogskastens, zur Donau hin, findet der Wochenmarkt statt und auch der Weihnachtmarkt findet hier seinen Platz.

Der Herzogskasten in Ingolstadt wurde lange als Lager benutzt und stand einige Jahre leer. Wie bei vielen anderen historischen Gebäuden in Ingolstadt wurde der Herzogskasten nach gründlicher Restaurierung im Jahre 1974 der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Im Alten Schloss wurde die Marie Luise Fleißer Bücherei untergebracht, die Stadtbibliothek. Benannt wurde sie nach einer der bekanntesten Ingolstädterinnen, der Dramatikerin Marie Luise Fleißer.

Es ist immer einen verregneten Nachmittag wert, hier durch die Stadtbibliothek zu streunen und etwas in den Sählen des alten Schloßes über die Historie Ingolstadts zu lesen. 

Informationen zu Marie Luise Fleißer

www.fleisser.net