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Ingolstadt, der Taschenturm

Ingolstadts mittelalterliche Altstadt


Trotz der umfangreichen Zerstörungen durch Bomben im Zweiten Weltkrieg ist die Ingolstädter Altstadt heute eine der schönsten mittelalterlichen Altstädte in Bayern. Sogar ich als gebürtiger Ingolstädter entdecke bei jedem Spaziergang durch die Stadt wieder ein paar neue, faszinierende Ansichten meiner Heimatstadt.

Vieles wurde erst die letzten Jahre renoviert, oder im alten Stil wieder aufgebaut. Zum Glück legt die Stadt großen Wert darauf, dass auch die Neubauten in das mittelalterliche Stadtbild passen, und macht den Bauherren entsprechend strenge Auflagen.

Viele der Bausünden aus den 60er und 70er Jahren, als man noch glaubte, das Sichtbeton schön sei, wurden inzwischen wieder an den vorherrschenden Stil angepasst oder abgerissen.

Ingolstadt, der Taschenturm
Tagsüber, wenn selbst die engsten Gassen im Sonnenschein liegen, die Sträßchen voll mit Passanten sind und die Cafés und Kneipen voll mit Menschen, dann kann man gar nicht glauben wie gegensätzlich der Eindruck sein kann, wenn man mitten in der Nacht durch die dunklen, engen Gassen geht, die Geschichten über Victor Frankenstein im Kopf, den Mary Shelley in ihrem Roman an der damals weltberühmten Universität Ingolstadt sein Monster schaffen läßt. Da kommt das eine oder andere Mal schon ein beklemmendes Gefühl auf und man bekommt eine Gänsehaut.

Aber keine Angst, man hat schon lange nichts mehr von Victor Frankenstein und seinem Monster gehört, auch Opfer waren schon ewig keine zu beklagen. Aber wer weiß, vielleicht treibt er sich in besonders dunklen Nächten immer noch in der mittelalterlichen Alttadt Ingolstadts herum.

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