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Ingolstadt, das Stadttheater

Das Brunnenfest Ingolstadt


Erster April, wir sind mit einem Freund aus Düsseldorf unterwegs ihm Ingolstadt zu zeigen. Unser weg führt uns vom Klenzepark über den unteren Eingang zum Schloßhof. Vor dem Armeemuseum hören wir Lärm vom Paradeplatz, da fällt mir ein es ist ja Brunnenfest. Eine etwas gezwungen wirkendes Fest, das 2000 erstmals abgehalten wurde. Liebe Stadtväter: Warum geht ihr mit dem Fest nicht in den Klenzepark und macht ein Frühlingsfest daraus, anstatt hier eine lahme Verkaufsveranstaltung abzuhalten? Ca. 30 Verkaufs-Buden buhlen hier um die paar Kunden und das Flair entspricht eher einem verregnetem Wochenmarkt im November.

Ich bin mir sicher, Ludwig der Bayer, der oben auf dem Brunnen steht, würde wenn er denn könnte, die Eier mit Schwert und Schild zerschlagen.

Aber dieses Jahr haben die Verantwortlichen für das Brunnenfest noch einen draufgesetzt. Der Brunnen vor dem neuen Schloß ist voller blauweißer Ostereier. Ich denke da hat sich jemand soviel Arbeit gemacht, nur um eine fränkische Tradition mit Gewalt in Ingolstadt zu etablieren. Ja ich weiß, es ist bald Ostern, aber ich frage euch: Muss das sein? Dadurch wird das Brunnenfest auch nicht (wieder)belebt. Versucht's doch mal mit feiern! Musik und Gaukler statt Kommerz und Kitsch, dass Brunnenfest hat sonst keine Chance zur Tradition zu werden.

O-Ton eines Budenbesitzers: "Heut is' der erste Tag, wo a Bisserl was los ist, i werd des nächste Jahr nicht mehr do sein. Mit dem Kitsch werd des a nix"

Also, liebe Stadtväter, sorgt einfach für eine nette Stimmung beim Ingolstädter Brunnenfest, dann stellt sich der kommerzielle Erfolg von selbst ein.

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