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Ingolstadt, Medizinhistorisches Museum

Das Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt


In den Jahren 1723 – 1736 hatte sich die Medizinische Fakultät in der "Alten Anatomie" ein kleines wissenschaftliches Schlößchen eingerichtet. Der angrenzende Medizinalpflanzen-Garten und die Alte Anatomie bildeten ein repräsentatives Unterrichtsensemble. Als die Universität um 1800 nach Landshut verlegt wurde, wurde der prächtige Bau inklusive Garten als Bauernhof . Anläßlich der 500-Jahr-Feier der Universität wurde die Alte Anatomie renoviert und 1973 wurde hier das Deutsche Medizinhistorische Museum eröffnet.

Ingolstadt, Medizinhistorisches Museum
Es versteht sich als kulturhistorische Institution für jedermann. Die Ausstellungsstücke zeigen den geschichtlichen Zeitraum von der Antike bis in die Neuzeit.

Die Bandbreite der Exponate geht von gruselig bis informativ. So werden Amputationssägen, Brenneisen, Knochenbohrer und andere obskure Instrumente des Barock und der Renaissance ebenso ausgestellt wie die Zahnreißwerkzeuge der "Bader" und die Schröpfeisen und Messer der damaligen Chirurgen.

Ebenso kann man Zeugnisse der frühen Hochkulturen Griechenlands, Roms, Ägyptens und Chinas sehen.

So lassen die Instrumente der „Zahnreißer“ bei Besuchern oft die Erleichterung erkennen, nicht in dieser Zeit leben zu müssen.

Eines der zentralen Themen ist die Augenheilkunde. Von den „Starstechern“ auf den Jahrmärkten bis zur modernen Augenheilkunde kann man die Entwicklung dieser Desziplin im Medizinhistorischen Museum bewundern.

Kernstück des eleganten Bauwerks ist der anatomische Hörsaal mit seinem barocken Deckenfresko.


Kontaktadresse:
Deutsches Medizinhistorisches Museum
Anatomiestr. 18-20
Alte Anatomie
85049 Ingolstadt
Telefon: 0841 305-1860
FAX: 0841 910844
E-Mail: deutschesmedizinhistorischesmuseum@ingolstadt.de

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