Das neue Schloß zu Ingolstadt
Im Jahre 1418 wurde durch Herzog Ludwig der Gebartete der Auftrag zum Bau des Neuen Schlosses erteilt. Da Ingolstadt an das Herzogtum Bayern-Landshut gefallen war, wurde der Bau von den Herzögen von Landshut durchgeführt. Gegen 1501 wurde das Neue Schloss fertiggestellt. Das neue Schloß gilt als eines der markantesten der Wittelsbacher Schlößer.
Da Ludwig von seinem 20-jährigen Aufenthalt in Paris 5 Millionen Gulden mitbrachte, konnte er seine Vorstellungen großzügig verwirklichen. Obwohl als "Veste" angelegt, setzte Ludwig Licht als architektonisches Element ein. Dies ist in der Gotik sonst kaum gesehen. Links vom Eingang liegt die sogennante Dürnitz, ein Gewölbesaal, der dem herzöglichen Gesinde als Aufenthalts- und Speisesaal diente. Die Räumlichkeiten rechts vom Eingang waren für die Regierungsgeschäfte vorgesehen. Hier lag eine große Ratsstube, die Schatzkammer, und die Kanzlei mit Archiv.
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Im ersten Stockwerk lagen die Wohnräume des Herzogs und die Räume für den Hofstaat und für Repräsentation. Im nördlichen Flügel findet sich ein großer Ball- und Tanzsaal dessen Gewölbe von zwei achteckigen Pfeilern getragen wird. Im Südflügel findet sich der "Schöne Saal", nach meiner Meinung wirklich der schönste Raum im Schloß. Nur übertroffen von der Schloßkapelle, die sich über zwei Stockwerke erstreckt. Durch eine Öffnung in der Decke der Kapelle konnten die Damen des Hofes, im zweiten Stockwerk, an den Gottesdiensten teil haben. Die Wandbemalung, welche erst kürzlich freigelegt wurde, mit sanften aber frischen Farben zählt zum Schönsten, was das Neue Schloß in Ingolstadt zu bieten hat. Heute wird das Schloß vom Bayrischen Armeemuseum für seine ständige Ausstellung benutzt.
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